Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 10. Juli 2007

IPPNW

IPPNW (Abk. für engl.: International Physicians for the Prevention of Nuclear War, dt.: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges), internationale Vereinigung von Ärzten mit dem Ziel der atomaren Abrüstung, erhielt 1985 den Friedensnobelpreis und hat international rund 200.000, in Deutschland 8000 Mitglieder.

Das Ziel der IPPNW ist es, den Einfluss der Ärzte gegen die Gefahr der Nuklearwaffen zu mobilisieren. Der amerikanische Kardiologe Dr. Bernard Lown und sein russischer Kollege Dr. Jewgeni Tschasow gaben den Anstoß zur Gründung der Vereinigung durch sechs russische und amerikanische Ärzte im Dezember 1980 in Genf.

Der Konsensus in Genf war, dass die IPPNW versucht, ihre Ziele durch Forschung, Aufklärung und Beratung der Regierungen, Bevölkerungen und Wissenschaftler zu erreichen, sie will aber nicht zur Politik irgendeiner Regierung Stellung nehmen.

Der Hauptsitz der IPPNW ist in Boston, USA; der europäische Hauptsitz in London.

Die Verleihung des Friedensnobelpreises löste internationale Proteste in den westlichen Ländern aus. Grund hierfür war die Tatsache, dass Tschasow stellvertretender Gesundheitsminister der UDSSR, Leibarzt Breschnews und Mitglied des ZK der KPDSU war. Bundeskanzler Helmut Kohl protestierte persönlich beim Nobelpreiskomitee und erhielt eine recht deutliche Abfuhr: Dies sei die erste Beschwerde eines Regierungschefs gewesen, seit Hitler gegen die Preisverleihung an CarI von Ossietzky 1936 protestierte.

IPPNW.org

IPPNW.de

Read Full Post »

Ionisierende Strahlung

Ionisierende Strahlung, jede Strahlung, die beim Durchgang durch Materie Atome und Moleküle in Ionen verwandeln kann. Zur I. zählen als Partikelstrahlung die α- und die β- Strahlung, die aus positiv geladenen Helium-Kernen bzw. aus energiereichen Elektronen bestehen und als materielose elektromagnetische Welle die γ- bzw. Röntgenstrahlung.

Bei der Einwirkung auf menschliches und tierisches Gewebe erzeugt die I. in erster Linie positiv und negativ geladene H2O+ bzw. H2O- – Ionen, die sich wiederum in sehr reaktionsfreudige OH- und H+-Ionen verwandeln. Die große Reaktionsfreudigkeit dieser Ionen führt zu Schäden an den Proteinen der Zelle mit der Folge des Zelltodes als auch Schäden an der DNA, die eine erhöhte Mutationsrate und somit Krebs und Missbildungen beim Nachwuchs erzeugen.

Read Full Post »

Interleukine

Interleukine (Abk: IL), eine Untergruppe der Zytokine, also von Zellen produzierte Eiweißstoffe, die andere Zellen in ihrem Verhalten beeinflussen. Als die Bezeichnung 1979 geprägt wurde, nahm man an, dass Il ausschließlich von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) gebildet werden und andere Leukozyten beeinflussen. Sie werden fortlaufend numeriert, das zuletzt entdeckte trägt die Bezeichnung Il 27.

Rheuma online.de: Rheuma von A bis Z: Interleukine

Read Full Post »

Intrauterinpessar (IUP)

Intrauterinpessar (syn.: Spirale, Abk.: IUP), ein kleiner, unterschiedlich geformter Plastikfremdkörper, entweder mit Kupferdraht oder einem Hormondepot bestückt; der – in die Gebärmutter eingesetzt – der Empfängnisverhütung dient.

Aufbau und Anwendung

Kupferspiralen hemmen durch die fortwährende Abgabe von Kupferionen die Beweglichkeit der Samenzellen und verhindern einen regelrechten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Hormonspiralen geben ständig eine kleine Menge Gestagen ab. Sie verändern dadurch, ähnlich der Minipille, den Schleim des Cervixkanals und verhindern die Einnistung eines evtl. befruchteten Eis durch ihre Wirkung auf die Gebärmutterschleimhaut.

I. werden vom Arzt meist während der Regelblutung eingesetzt, der Muttermund ist dann leicht geöffnet. Der Eingriff gelingt meist leicht bei Frauen, die schon geboren haben. Vor allem die etwas größeren Hormonsp. sind bisweilen bei kinderlosen Frauen nur schwer oder gar nicht einzulegen.

I. besitzen an ihrem unteren Ende einen Faden, der in der Scheide tastbar ist und das Entfernen erleichtert. Die Frau kann sich auch selbst vergewissern, ob das I. noch an Ort und Stelle ist, in dem sie den Faden ertastet. (Das I. kann während der Regelblutung verloren gehen oder – sehr selten – die Gebärmutter in Richtung Bauchraum durchwandern, es muss dann operativ entfernt werden.)

Die Versagerrate der Kupferspirale liegt zwischen 0,4 und 2,6 pro Jahr, sie ist damit in etwa der Pille vergleichbar. Die Versagerrate der Hormonspirale ist vergleichbar mit der bei der weiblichen Sterilisation und wird mit 0,1 bis 0,2 % angegeben.

Kupfersp. müssen nach 2 bis 5 Jahren ausgewechselt werden, Hormonsp. wirken 5 Jahre lang.

Nebenwirkungen

Kupferspiralen begünstigen Unterleibsentzündungen, auch mit der Gefahr der nachfolgenden Sterilität. Frauen mit der Hormonspirale leiden seltener unter diesen Infektionen als z. B. Frauen, die mit der Pille verhüten. Nach längerer Anwendung vermindert die Hormonspirale die Stärke der Monatsblutung und lindert Regelschmerzen, die Kupferspirale wirkt eher entgegengesetzt. In 15 % der Fälle wird die Kupferspirale im ersten Jahr wieder entfernt. Nebenwirkungen der Hormonspirale sind in erster Linie auf die Gestagenwirkung zurückzuführen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Gewichtszunahme, Eierstockzysten, veränderte Libido und vermehrter Bartwuchs.

I. können in seltenen Fällen eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter begünstigen (Extrauteringravidität). Tritt trotz liegender Spirale eine Schwangerschaft ein, so muss der I. entfernt werden, in 20 % der Fälle tritt eine Früh- oder Fehlgeburt ein, bei liegendem I. soll dies noch häufiger passieren. Missbildungen beim Fetus sind nicht zu befürchten.

Obwohl auch die WHO inzwischen keine Bedenken mehr gegen das I. bei jungen Frauen hat, ist diese Form der Empfängnisverhütung eher Frauen zu empfehlen, die bereits geboren haben und keine Verhütung mit der Pille oder durch Sterilisation durchführen können oder wollen.

Read Full Post »

Infektionsschutzgesetz (IfSG, Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen), Bundesgesetz in Deutschland, in dem die Meldepflicht bei übertragbaren Krankheiten, die hygienische Überwachung durch Gesundheitsämter und Maßnahmen zur Lebensmittel- und Wasserhygiene festgelegt sind.

Das I. trat am 1.1.2001 in Kraft und löst das Bundesseuchengesetz und das Gesetz zur Bekämpfung von Geschlechtskrankheiten ab.

Meldepflicht
Der behandelnde Arzt, der Leiter eines Labors und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen sind zur Meldung der im Gesetz genannten Erkrankungen verpflichtet. Die Meldepflicht betrifft auch die Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen wie Heimen und Gefängnissen. Meldepflichtig sind auch der Verdacht auf Impfschäden, gehäuft auftretende nosokomiale (im Krankenhaus erworbene) Infektionen und Lebensmittelvergiftungen sowie ansteckende Magendarminfekte bei Beschäftigten im Lebensmittelbereich. Unbekannte Infektionskrankheiten müssen gemeldet werden, wenn sie bedrohlich erscheinen und gehäuft auftreten. Die Meldung muss unverzüglich, spätestens nach 24 Stunden, an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen. Von dort erfolgt dann die Weiterleitung an die Landesgesundheitsämter, von dort an das Robert Koch-Institut, unter Umständen auch an Gesundheitsbehörden der EU bzw. an die WHO. Das Robert Koch-Institut hat die Aufgabe, die Daten statistisch aufzubereiten.

Vorbeugungsaufgaben der Gesundheitsämter
Die Gesundheitsämter werden damit beauftragt, bei sexuell übertragbaren Krankheiten Beratung, Untersuchung und auch Behandlung anzubieten. Das gleiche gilt auch für Tuberkulosekranke, die anderweitig nicht behandelt werden.

Überwachung von Krankenhäusern und Arztpraxen
Krankenhäuser und Arztpraxen werden vom Gesundheitsamt in der Einhaltung der Hygiene überwacht. Krankenhäuser werden verpflichtet, im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen zu erfassen und ein Qualitätsmanagement zur Vermeidung dieser Infektionen zu erarbeiten.

Gemeinschaftseinrichtungen
Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Asylbewerberheime etc. müssen Hygienepläne erstellen, Menschen mit ansteckenden Krankheiten und Verlausung vom Kontakt mit anderen ausschließen und ihre Mitarbeiter regelmäßig über die Vorschriften des I. belehren.

Impfungen
Das Gesundheitsamt klärt über Impfungen auf, die Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut wird gesetzlich damit beauftragt, den Impfplan der öffentlich empfohlenen Impfungen aufzustellen. Das Paul Ehrlich Institut bearbeitet die Meldungen bei Verdacht auf Impfschäden, das I. regelt auch die Entschädigung eines Impfschadens bei öffentlich empfohlenen Impfungen.

Lebensmittel
Beschäftigte im Lebensmittelbereich dürfen erst nach Erlaubnis des Gesundheitsamts tätig werden. Sie werden bei der Erstuntersuchung vom Gesundheitsamt über die hygienischen Vorschriften belehrt, der Arbeitgeber muss diese Belehrung jährlich wiederholen. Sowohl der Arbeitgeber als auch der Angestellte sind verpflichtet, zu melden, falls ihre Arbeit im Lebensmittelbereich zu hygienischen Problemen führen könnte. Auch Anforderungen an die Trinkwasserqualität werden im I. festgelegt.

Weblink
http://bundesrecht.juris.de/ifsg/index.html – IfSG im Originaltext

Read Full Post »