Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 3. August 2007

Pille danach

Pille danach, orales Kontrazeptivum, besteht aus 2 Tabletten eines Gestagenpräparats oder 4 Tabletten einer Östrogen/Gestagenkombination, die nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr zur Empfängnisverhütung eingenommen werden.

Zusammensetzung und Anwendung

Die P. enthält Levonorgestrel, ein synthetisches Gestagen. Der genaue Wirkungsmechanismus ist nicht bekannt, vermutlich verhindert die P. u. a. den Eisprung. Manchmal, aber nicht immer, wird das Levonorgestrel mit Äthinylöstradiol (EE), einem synthetischen Östrogen kombiniert.

Die P. wird oft mit der Abtreibungspille (Wirkstoff: Mifepriston) verwechselt. Die P. unterbricht aber keine bestehende Schwangerschaft, sie verhindert maximal die Einnistung des befruchteten Eis (der Zygote).

Die Sicherheit hängt von dem Zeitpunkt der Einnahme nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr ab. Bis zu 24 Stunden danach verhindert sie Schwangerschaften in bis zu 95 %, zwischen 24 und 48 Stunden in 85 %, zwischen 48 und 72 Stunden nur noch zu 58 %. Nach 72 Stunden wird die Einnahme der P. nicht mehr empfohlen.

Bis zu 5 Tagen später kann allerdings das Einsetzen eines Intrauterinpessars (Spirale danach) die Schwangerschaft noch effektiv verhüten.

Nebenwirkungen

Die P. ist in Deutschland verschreibungspflichtig, eine gynäkologische Untersuchung ist in der Regel nicht erforderlich. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in Deutschland die Kosten bis zum vollendeten 20. Lebensjahr, ab dem 18. Lebensjahr sind evtl. Rezeptgebühren zu zahlen.

Die Nebenwirkungen beschränken sich auf Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Brustspannungen und unregelmäßige Regelblutung. Werden die Pillen erbrochen, müssen sie erneut eingenommen werden, evtl. kombiniert mit einem Arzneimittel gegen Brechreiz (Antiemetikum). Ernsthafte Komplikationen sind nicht bekannt geworden.

Notfall-verhuetung.info

Read Full Post »