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Archive for 6. August 2007

Quickwert

Quickwert, Quickzeit, Thromboplastinzeit (Abk.: TPZ), Prothrombinzeit (zum ersten Mal 1935 beschrieben von dem amerikanischen Arzt Armand James Quick, *1894, † 1978), Labortest zur Untersuchung der Blutgerinnung, stellt Störungen der Blutgerinnung durch Mangel an Gerinnungsfaktor I, II, V, VII und/oder X fest. Der Quickwert dient außerdem zur Kontrolle der Behandlung mit Phenprocoumon (Marcumar®).

Das entnommene Blut wird durch die Zugabe von Citrat ungerinnbar gemacht – das zugesetzte Citrat bindet das zur Blutgerinnung unbedingt erforderliche Calcium im Blut ab. In diesem Citratplasma wird nach Zusatz von Calcium und Gewebethromboplastin im Labor die Gerinnungszeit, d.h. die Zeit bis zum Auftreten des ersten Blutgerinnsels gemessen. Der Wert wird als Prozentsatz der Gerinnungszeit eines Referenzplasmas angegeben, der Normalwert liegt bei 70 bis 120 %. Er ist erniedrigt bei Störungen der Leberfunktion sowie bei der therapeutischen Antikoagulation („Blutverdünnung“) mit Phenprocoumon (z.B. Marcumar®).

Der Q. ist abhängig u.a. von dem verwendeten Thromboplastin, Werte aus verschiedenen Laboratorien sind daher nicht vergleichbar. Standardisiert, d. h. unabhängig von der verwendeten Methode, ist dagegen die International Normalized Ratio (INR). Durch einen Korrekturfaktor (International Sensitivity Index, ISI) werden Unterschiede in der Empfindlichkeit verschiedener Thromboplastine in Bezug zu einem Standardthromboplastin der WHO ausgeglichen.

Ein Q. von 100 %, bestimmt in einem Labor, das ein Reagenz mit dem Korrekturfaktur ISI=1 verwendet, entspricht einer INR von 1. Sinkt der Quickwert, steigt der INR-Wert an.

Heutzutage sollte neben dem Quickwert immer auch die INR angegeben werden, um die Werte des Patienten unabhängig vom Labor bewerten zu können.

Wird ein Patient mit Marcumar® oder ähnlichen Medikamenten behandelt, so strebt man eine INR – abhängig von der Erkrankung – zwischen 2,0 und 3,5 an.

Laborlexikon.de

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Psychosen

Psychosen, Oberbegriff für schwerwiegende psychiatrische Krankheitsbilder mit schubweisem oder chronischem Verlauf, oft verbunden mit Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Störungen des Denkens und in der Einschätzung der Realität.

Die Abgrenzung zu den Neurosen ist oft sehr schwierig und bisweilen nicht möglich, der Begriff Borderline – Störung beschreibt Krankheitsbilder, die an der Grenze zwischen P. und Neurose angesiedelt sind.

P. werden in organische und funktionelle (syn.: exogene und endogene) Formen unterschieden. Bei den funktionellen Formen sind keine andere Erkrankung und keine Gehirnschädigung feststellbar. Zu den funktionellen P. zählen die Schizophrenie sowie die verschiedenen Formen der manisch-depressiven P.. Kopfverletzungen, Vergiftungen, chronischer Alkoholismus, Hirntumore und verschiedene Demenzformen können organische P. hervorrufen. Delir und Durchgangssyndrom sind potentiell reversible organische P..

Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychotische Krisen München (FETZ-München)

Webpsychiater.de

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