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Archive for 14. August 2007

Spermien

Spermien (Einz.: Spermium, syn.: Samenzellen, Spermatozoen), männliche Geschlechtszellen bei Menschen und Tieren, beim Menschen ist das Spermium ca. 0,05 bis 0,06 mm lang, es besteht aus einem Kopf und einem peitschenförmigen Schwanz, mit dessen Hilfe sich das Spermium fortbewegt.

Die S. werden in den Hodenkanälchen gebildet und im Nebenhoden aufbewahrt. Nach dem sie den Körper verlassen haben, bewegen sie sich so lange, bis sie sich mit einer Eizelle vereinigt haben oder (nach zwei bis drei Tagen) abgestorben sind. (Tiefgefroren können S. viele Monate und Jahre befruchtungsfähig bleiben.)

Im Kopf des Spermiums sitzt ein Zellkern mit 23 Chromosomen, der Hälfte der Chromosenanzahl der übrigen Körperzellen. Erst nach der Verschmelzung mit der Eizelle, die ebenfalls 23 Chromosomen besitzt, wird der Bestand der Körperzellen von 46 Chromosomen wieder erreicht. Das S. enthält auch das X- oder Y-Chromosom, das über das weibliche oder männliche Geschlecht des Kindes entscheidet. Die Eizelle liefert in jedem Fall ein X-Chromosom, enthält das befruchtende S. ebenfalls ein X-Chromosom entsteht ein Mädchen (Genotyp XX), enthält es ein Y-Chromosom, ein Junge (XY).

Der Kopf des S. wird vom Akrosom bedeckt, es enthält Substanzen, die den Abbau der Schutzhülle der Eizelle und somit das Eindringen des S. ermöglichen. In jedem Samenerguss (Ejakulat) finden sich durchschnittlich 300.000 bis 400.000 S., aber nur eines davon befruchtet die Eizelle.

In einem kleineren mittleren Abschnitt zwischen Kopf und Geißel sitzt das Mitochondrium. Die Geißel besteht aus einem Bündel von kontraktilen Mikrofilamenten, die am Mittelstück oder am Kopf befestigt sind. Durch das Schlagen der Geißel bewegt sich das S. mit einer Geschwindigkeit von ca. 3 mm pro Minute in Richtung Eizelle. Schon normalerweise sind 20 % der S. unbeweglich, eine krankhafte Störung mit verminderter Fruchtbarkeit wird ab einem Prozentsatz von 25 % angenommen

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Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerz (syn.: Kopfschmerz vom Spannungstyp), beidseitiger, drückender, nicht klopfender Kopfschmerz ohne Übelkeit und Erbrechen, manchmal mit Lichtscheuheit oder Lärmempfindlichkeit verbunden. Der S. ist der häufigste Kopfschmerz, sein Auftreten wird begünstigt durch Stress, fieberhafte Infekte und Muskelfehlbelastungen. Körperliche Belastungen wie Gehen und Treppensteigen verstärken nicht die Schmerzintensität. Ein chronischer S. liegt vor, wenn an mehr als 15 Tagen im Monat Beschwerden bestehen.

Zur Therapie werden Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®), Paracetamol (z.B. Ben-u-ron®), Ibuprofen (z.B. ibu-ratiopharm®) oder Naproxen (z.B. Naproxen AL®) empfohlen. Von Mischpräparaten wird wegen der möglichen Suchtentwicklung und des höheren Risikos von Nebenwirkungen abgeraten, der reinen Monosubstanz sollte der Vorzug gegeben werden. Schmerzmittel sollten auch nicht zu oft eingenommen werden, sie können selbst zur Ursache des sog. Schmerzmittelkopfschmerzes (Analgetikakopfschmerz) werden.

Zur Vorbeugung bei häufig auftretendem S. kommen Antidepressiva wie z.B. Amitryptilin (z.B. Saroten®) zum Einsatz, offensichtlich hemmen sie (unabhängig von ihrer antidepressiven Wirkung) spezielle schmerzauslösende Mechanismen im Gehirn.

Regelmäßiger Ausdauersport (Schwimmen, Joggen, Radfahren) von mindestens zwei oder drei halben Stunden pro Woche und Entspannungsübungen (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) sollen vorbeugende Wirkungen haben.

Neuro24.de

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