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Archive for 16. August 2007

Staphylokokken

Staphylokokken (gr.: staphyle – Traube und kokkos – Korn), gehören zur Gattung der Kokken (kugelförmige Bakterien) und sind harmlose Besiedler der Haut und Schleimhäute, lösen aber auch lebensbedrohliche Infektionen aus.
staphylococcus_aureus.jpgTraubenförmige Ansammlungen kugelförmiger Bakterien: Staphylokokken, durch das Elektronenmikroskop gesehen

Bei etwa einem Drittel aller gesunder Menschen können S. regelmäßig im Bereich von Nase und Rachen nachgewiesen werden, bei einem weiteren Drittel gelegentlich, in Krankenhäusern bei mehr als 80 Prozent der Angestellten. S. verursachen eitrige Entzündungen der Haut, oft mit Bildung von Abszessen. V.a. bei abwehrgeschwächten Patienten können S. Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen, Sepsis u. a. lebensbedrohliche Erkrankungen hervorrufen.

Staphyloccus aureus , die gefährlichste Art der Gattung, bildet eine Reihe von Toxinen (Giften). Enterotoxine werden selbst durch Kochen nicht zerstört und sind Auslöser von Lebensmittelvergiftungen. Das Toxische Schocksyndrom tritt bei Frauen während der Menstruation auf. Symptome sind Fieber, Erbrechen, Durchfall und Hautausschlag. Auslöser ist ebenfalls ein S.-Toxin, ein Zusammenhang mit der Benutzung von Tampons wird vermutet.

S. neigen zu einem regen Austausch von Genen durch Konjugation (Genmaterial wird über Pili – Ausstülpungen der Zelloberfläche – weitergegeben). Dies ist vermutlich die Ursache der weit verbreiteten Resistenz von S. gegen Antibiotika. S., die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind, bedrohen vor allem schwerkranke Patienten in Krankenhäusern. (MRSA = Methicillin resistenter Staphylococus aureus, ORSA= Oxacillin resistenter Staphylococcus aureus)

S. werden in erster Linie durch körperlichen Kontakt (Hände), selten durch die Luft übertragen, eine Schutzimpfung gibt es nicht.

Ruhr Universität Bochum, Vorlesung Medizinische Mikrobiologie: Staphylokokken

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Stärke

Stärke, ein aus vielen Tausend Molekülen Glukose zusammengesetzter Vielfachzucker (Polysaccharid) , Pflanzen speichern mit der S. überschüssig produzierte Glukose. S. ist der Hauptlieferant der Kohlenhydrate für die Tiere. S. kommt in allen Getreidekörnern und in der Kartoffel in vor.

Die S. ist in den meisten Pflanzen eine Mischung aus zwei Substanzen, der Amylose und dem Amylopektin. In der Amylose sind die Glukosemoleküle geradlinig wie Perlen auf einer Kette aufgereiht, das Amylopektin weist dagegen eine sehr verzweigte Struktur auf. Das Mengenverhältnis variiert, liegt aber meist bei 1/4 (leicht verdaulicher) Amylose zu 3/4 (schwerer verdaulichem) Amylopektin.

Seilnacht.com

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Ständige Impfkommission (Abk.: STIKO), Gremium am Robert Koch-Institut in Berlin, nach dem Infektionsschutzgesetz damit beauftragt, Empfehlungen zu Schutzimpfungen auszusprechen.

Diese Empfehlungen bilden die Grundlage der öffentlich empfohlenen Impfungen durch die Ländergesundheitsbehörden. Die STIKO gibt auch Kriterienkataloge heraus zur Unterscheidung einer üblichen Impfreaktion von einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung (IfSG §20 (2)). Dieser Kriterienkatalog ist die Grundlage, nach der die Versorgungsämter über die Anerkennung eines (staatlich zu entschädigenden) Impfschadens entscheiden. Die Mitglieder der STIKO werden vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziales (BMGS) berufen.

Die Empfehlungen der STIKO auf der Website des Robert Koch-Instituts

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