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Archive for September 2007

Heroin

heroin1.jpgHeroin (Diacetylmorphin, Diamorphin) ist ein Abkömmling des Morphins, aber vier bis acht mal stärker wirksam als Morphin. Wegen der besseren Löslichkeit in Fett gelangt es schneller ins Gehirn. H. ist stark suchterzeugend. Viele Heroinabhängige geraten schnell ins soziale und psychische Elend und erkranken an einer Vielzahl von Krankheiten wie Hepatitis B und C, AIDS sowie Entzündungen der Herzinnenhaut und der Herzklappen. Nur in Großbritannien und Kanada wird H. noch (selten) als Schmerzmittel genutzt, der allergrößte Teil wird für den weltweiten illegalen Drogenmarkt produziert. H. wird meist in die Vene gespritzt, es kann auch inhaliert, geschnupft oder unter die Haut injiziert werden. Der plötzliche Tod vieler Abhängiger wird häufig einer Überdosis zugeschrieben, hat jedoch in vielen Fällen noch andere, unbekannte Ursachen, rund die Hälfte verstirbt vor dem 50. Lebensjahr.

Die genaue Zahl der H.-Konsumenten ist unbekannt, weltweit wird sie auf 11 Millionen, in Deutschland auf 100.000 bis 200.000 geschätzt.

Herstellung und Handel

Grundstoff für die Heroinherstellung ist das Rohopium, gewonnen aus der unreifen Samenkapsel des Schlafmohns, Papaver somniferum. 92 % der weltweiten Heroinproduktion stammten im Jahre 2006 nach Angaben der UNODC aus Afghanistan, es folgen Myanmar, Laos und Mexiko. Die Produktion in Südostasien verringerte sich seit dem Jahr 2000 um 80 %, im gleichen Zeitraum überkompensierte der Anbau von Schlafmohn in Afghanistan den fehlenden Opiumnachschub. Obwohl die Gesamtanbaufläche an Schlafmohn weltweit seit Jahren zurückgeht, steigt dennoch die Handelsmenge von H. an, weil die bewässerten afghanischen Felder einen höheren Ertrag als die auf Regen angewiesenen in Südostasien einbringen. Die Jahresernte 2006 belief sich auf 6610 Tonnen, das sind 43 % mehr als im Jahre 2005. Die Preise im Straßenverkauf fallen seit Jahren, 2007 bisher allerdings nur durchschnittlich um 17 %, weshalb Experten eine Hortung vermuten.

heroinpulver.jpgDas in Deutschland und Europa überwiegend angebotene H. aus Afghanistan ist ein braunes Pulver, vor dem Spritzen muss die in Wasser unlösliche Heroinbase erst mit Ascorbinsäure versetzt werden. H. aus Südostasien ist weiß, ebenfalls pulverförmig und als Salzsäuresalz (Heroinhydrochlorid) ohne weitere Maßnahmen wasserlöslich. Wegen seines höheren Verschmutzungsgrades wirkt H. aus Mexiko, das in erster Linie in den USA verkauft wird, mehr oder weniger klebrig und dunkelbraun bis schwarz (engl.: „black tar“ – „schwarzer Teer“).

In der Regel wird H. im Handel für den Endverbraucher mit Chinin, Milchzucker, Backpulver oder anderen Substanzen soweit gestreckt, dass die endgültige Konzentration nur noch bei drei bis dreißig Prozent beträgt.

H. ist in vielen Ländern der Welt eine illegale Droge. In Deutschland zählt H. nach dem Betäubungsmittelgesetz zu den nicht verkehrsfähigen Substanzen, strafbar sind der Besitz, die Herstellung und auch der Handel bzw. die Abgabe oder der Erwerb von H.. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kann eine Ausnahmegenehmigung, z. B. für Forschungszwecke erteilen.

Geschichte

Der englische Chemiker C.R. Wright stellte 1874 zum ersten Mal Diacetylmorphin her, indem er Morphin und Essigsäureanhydrid, eine weit verbreitete Chemikalie, mehrere Stunden lang zusammen kochte. Die neu entdeckte Substanz wurde im Tierversuch getestet, sie schien wenig Vorzüge gegenüber der Ursprungssubstanz zu haben und geriet so zunächst in Vergessenheit.

bayer_heroin_bottle.jpgDie Firma Bayer in Elberfeld ließ 1896 Diacetylmorphin unter dem Handelsnamen Heroin patentieren. Zusammengesetzt wurde dieses Kunstwort vermutlich aus dem Wort heroisch und der damals üblichen Endung -in für Medikament. Der Bayer-Chemiker Felix Hoffmann, der kurz zuvor die Herstellung chemisch reiner Acetylsalicylsäure entdeckte, war im Jahre 1897 auch der Schöpfer der „reinen“ Heroinsynthese. Bayer vermarktete H. seit 1898 weltweit als Mittel zur Behandlung von Schmerzen, Reizhusten und auch zur Bekämpfung der Morphinabhängigkeit. Schon bald wurde das große Abhängigkeitspotential der neuen Substanz kritisiert, 1912 wurde H. in Deutschland apotheken- 1920 rezeptpflichtig. Erst nach der Unterzeichnung des Genfer Opiumabkommens 1929 wurde der (legale) Verbrauch stark eingeschränkt. Das endgültige Verbot folgte 1971 mit dem neuen Betäubungsmittelgesetz.

Wirkungen und Nebenwirkungen

H. und seine Stoffwechselprodukte binden sich an die Opiodrezeptoren im Gehirn, die normalerweise von den Endorphinen, körpereigenen Peptiden mit opiatähnlicher Wirkung besetzt werden. Nach einer Injektion erreichen 70 % der injizierten Menge innerhalb von 20 Sekunden das Gehirn. Die Halbwertszeit von H. im Plasma beträgt nur 3 Minuten, es wird recht schnell in 6-Monoacetylmorphin und etwas langsamer in Morphin umgewandelt. Es ist anzunehmen, dass die Hauptwirkung des H. durch seine Abbauprodukte erzielt wird. Der Unterschied in der Wirkung einer Heroininjektion im Vergleich zu einer Morphinspritze beruht in erster Linie darauf, das H. die Blut-Hirnschranke leichter überwindet.

H. erzeugt, vor allem wenn es intravenös verabreicht wird, ein kurzes intensives Glücksgefüh. Konsumenten sprechen vom „Kick“, „Rush“ oder „Flash“. Diesem, nur wenige Minuten andauernden ekstatischen Zustand folgt eine mehrere Stunden währende Schläfrigkeit, verbunden mit Entspannung und Zufriedenheit. Auch die oftmals auftretende Übelkeit und das folgende Erbrechen stören den Heroinkonsumenten kaum. Verstopfung, Schwitzen, Juckreiz und Probleme mit dem Wasserlassen treten häufig nach H.-Konsum auf. H. verengt die Pupillen und verlangsamt die Atmung. Herzfrequenz und Blutdruck werden gesenkt. Bei manchen Menschen verursacht H. lediglich unerklärliche Ängstlichkeit, Übelkeit und Depression.

Die Heroinwirkung hält nach der i.v. Gabe zwei bis vier Stunden an und klingt dann langsam ab. Süchtige müssen sich in der Regel zwei bis vier mal täglich H. injizieren, um die Symptome des Entzugs zu vermeiden.

Anwendungsarten

Die Mehrzahl der Süchtigen bevorzugt die Injektion in die Vene, nur hierdurch ist das intensivste Gefühl zu erreichen.

Von „Chasing the dragon“ („den Drachen jagen“) spricht man, wenn das H. nach Erhitzen auf einer Alufolie inhaliert wird. Der angestrebte Rausch entsteht dabei nur, wenn der verwendete Stoff relativ hochkonzentriert ist.

Noch seltener als gespritzt und inhaliert wird H. analog dem Kokain geschnupft oder anstatt in die Vene subcutan oder intramuskulär gespritzt.

Heroinabhängigkeit

H. verursacht bisweilen schon nach wenigen Tagen eine ausgeprägte körperliche und psychische Abhängigkeit. 24 bis 48 Stunden nach der letzten Dosis treten Schmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit und Kälteschauer als Zeichen der körperlichen Abhängigkeit auf. Die Entzugssymptome sind in der Regel nach vier bis sieben Tagen völlig abgeklungen. Der Entzug von H. ist äußerst unangenehm, bedeutet für einen ansonsten Gesunden aber keine Lebensgefahr. Die psychische Abhängigkeit äußert sich im Verlangen nach dem Suchtstoff, sie bleibt noch viele Jahre oder sogar lebenslänglich bestehen.

Die Sucht verändert zunehmend den Charakter und das Verhalten des Süchtigen: Schließlich dreht sich sein ganzes Denken und Handeln nur noch um die Frage, wie der nächste „Schuss“ zu ergattern ist. Einbruch, Raub und Prostitution oder Kleindealerei sind die Folge.

Wie bei allen Morphinderivaten so entwickelt sich auch beim regelmäßigen Gebrauch von H. eine zunehmende Toleranz gegenüber der Drogenwirkung: Der Süchtige benötigt immer größere Dosen, um noch das angenehme Anfangsgefühl erleben zu können. Schließlich bleibt auch dieses aus. Der Heroinabhängige konsumiert nur noch, um Entzugserscheinungen zu vermeiden: 0,5 bis 3g H. am Tag, dies ist für einen nicht gewöhnten Menschen eine mehrfach tödliche Dosis.

Körperliche Schäden

Unsterile Nadeln und Spritzen, die gemeinsame Benutzung des Spritzbestecks („Needlesharing“) und die Verunreinigung der Schwarzmarktware führen zu Infektionen: Bakterien siedeln auf der Herzinnenhaut und den Herzklappen und führen zur Endokarditis, Virushepatitis und AIDS werden übertragen, Venen und die umliegende Haut entzünden sich und vernarben. H. schwächt das Immunsystem, Abhängige vernachlässigen Körperpflege und Ernährung, dadurch häufen sich Infektionen jeder Art.

1296 Menschen starben im Jahr 2006 in Deutschland an einem plötzlichen Drogentod, 2030 im Jahr 2000. Beim Heroinabhängigen kann dieses Ereignis in Folge einer Überdosis eintreten, die er sich gewollt in Selbstmordabsicht oder unbeabsichtigt durch unerwartet reinen Stoff zugeführt hat. Das auf der Straße gehandelte H. kann giftige Beimischungen in tödlicher Dosierung enthalten. Heroinabhängige verschätzen sich nach einer Haftstrafe oder einem Entzug aus anderem Grund oft in der Dosis – die Gewöhnung fällt weg und die früheren hohen Dosen können nicht mehr toleriert werden. Die heroinbedingte Lähmung des Atemantriebs führt zum Ersticken. Zusammen mit H. werden oft auch andere Medikamente genommen, die ebenfalls den Atemantrieb dämpfen (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine).

Therapie der Heroinsucht

Die Behandlung Heroinabhängiger hat zunächst zum Ziel, weitere Schädigungen des Konsumenten durch unsteriles Spritzbesteck, Heroinverunreinigungen und Beikonsum anderer Drogen oder Psychopharmaka zu verhindern. Durch Drogenkonsum entstandene und vorbestehende, aber bisher unbehandelte Erkrankungen werden therapiert. Besonders erwähnenswert ist die hohe Rate an psychischen Erkrankungen, manche Untersucher schätzen sie auf über 80 %. Der Abhängige soll die Gelegenheit bekommen, wieder stabile Beziehungen aufzubauen, eine Wohnung und einen Arbeitsplatz zu finden. Die Beschaffungskriminalität soll reduziert werden.

In ambulanten Substitutions- (Drogenersatz-)programmen in Deutschland erhalten die Heroinabhängigen beim niedergelassenen Arzt Methadon, einem synthetischen Opioid, das eine wesentlich längere Halbwertszeit als H. aufweist und so die einmalige tägliche Einnahme unter Aufsicht erlaubt.

Bei einem großen Teil der Abhängigen, die in einem Methadonprogramm behandelt werden, bessert sich der gesundheitliche Zustand deutlich, möglicherweise ist auch die sinkende Zahl der Drogentoten dem Methadonersatz zu verdanken. Bei einigen Patienten ist eine Dosisreduktion möglich und sie können völlig von der Abhängigkeit befreit werden. Bei anderen bleibt der Zustand unter einer konstanten Dosis Methadon stabil, wieder andere konsumieren zusätzlich H. oder fallen ganz aus dem Programm heraus.

Bei vielen Patienten, die von einer Methadon-Substitution unzureichend profitieren, hat sich eine intravenöse Heroinsubstitution als effektiver erwiesen. Dies zeigte eine in Deutschland im Jahre 2001 in mehreren Großstädten gestartete wissenschaftliche Studie, die am 31. Juni 2007 auslief. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Untersuchungen in den Niederlanden und der Schweiz, in beiden Ländern ist H. als Medikament zur Behandlung von Schwerstabhängigen zugelassen.

Das oberste Ziel der Behandlung, die Abstinenz, kann nach der körperlichen, sozialen und psychischen Stabilisierung bei vielen, aber längst nicht bei allen Abhängigen erreicht werden.

Faltblatt Heroin der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS), pdf

Pharmakritik: Heroin Teil I

Pharmakritik: Heroin Teil II

Handbuch für Drogenkranke in Wien, umfangreiches pdf

Deutsches Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger

Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht: Heroin

Heroingestützte Behandlung HeGeBe in der Schweiz

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Hantavirusinfektionen

Hantavirusinfektionen, weltweit verbreitete Infektionskrankheiten, die mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen einhergehen. Bei den in Europa und Asien vorkommenden Subtypen des Virus kann die Niere befallen sein und eine abnorme Blutungsneigung durch Mangel an Blutplättchen auftreten. Dieses sog. Hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) tritt in Deutschland meist nur relativ milde in der Form der sog. Nephropathia epidemica (NE) auf, weniger als ein Prozent der Erkrankten versterben. Bei den in Amerika vorkommenden Erkrankungen kommt es bisweilen zur Schädigung von Herz und Lunge (Hantavirus Cardiopulmonary Syndrome -HCPS- mit einer Sterblichkeit von 40 bis 50 %). Hantaviren werden von Mäusen und Ratten im Urin, Kot und Speichel ausgeschieden. Der Mensch infiziert sich, in dem er mit Viren verseuchten Staub einatmet, seltener durch Biss oder direkten Kontakt mit den Nagetieren bzw. indirekte Übertragung über Haustiere. Weltweit werden ca. 300.000 Infektionen pro Jahr vermutet, die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. Von 2001 bis 2005 wurden in Deutschland 150 bis 450 Infektionen pro Jahr gemeldet. Im Jahr 2007 waren bis zur Jahresmitte schon mehr als 1000 Infektionen bekannt. Der steile Anstieg der Erkrankungszahl ist vermutlich eine Folge des milden Winters 2006 mit starker Vermehrung der Mäusepopulation.

Robert Koch-Institut zum Thema

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Zytoplasma

Zytoplasma, die gesamte Substanz, die bei menschl., tier. und pflanz. Zellen von einer Zellmembran umschlossen ist, aber außerhalb der Kernmembran liegt.

Im Z. liegen kleinere Granula (Bläschen) und die größeren Zellorganellen wie z. B. die Mitochondrien, das endoplamatische Retikulum und der Golgi-Apparat in eine Grundsubstanz eingebettet, die Zytosol genannt wird und neben 70 bis 95 % Wasser Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Salze und Spurenelemente enthält. Das Zytoskelett durchzieht das gesamte Z., es besteht aus Eiweißfasern und gibt der Zelle ihre Form.

Zytologie-online.net: Zytoplasma

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Zytokine

Zytokine, (von griech.: kytos – Höhle, Hülle, Zelle und Κινεῖν [kineis] – bewegen), eine Gruppe von Proteinen, die von Zellen gebildet und abgegeben werden und andere Zellen in ihrem Verhalten und ihren Eigenschaften ändern. Eine große Rolle spielen die Z. in der Steuerung des Immunsystems. Zu ihnen gehören die Interleukine, die Tumornekrosefaktoren, Lymphokinine, Chemokinine, Monokinine und Wachstumsfaktoren.

Entzündungsfördernde Z. locken Immunzellen an den Ort der Entzündung und aktivieren sie. Entzündungshemmende Z. sorgen dafür, dass nach Entfernung des Fremdkörpers oder Überwindung der Infektion die Entzündung wieder gestoppt wird, sie hemmen die Tätigkeit der zur Immunabwehr gehörenden Zellen.

TNF-alpha-Informationszentrum: Was sind Zytokine?

Rheuma-online.de: Zytokine

Uni Kiel, Susann Beetz: Zytokine und Chemokine (große PDF-Datei)

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Zwerchfell (Diaphragma)

diaphragma.jpgZwerchfell (von althochdeutsch zwerch – quer und fel – Haut, med.: Diaphragma), Muskel- und Sehnenplatte und der wichtigste Atemmuskel, der bei Säugetieren den Brustkorb vom Bauchraum trennt.

Die Muskeln des kuppelförmigen Z. entspringen an der Lendenwirbelsäule, am unteren Teil des Brustbeins und an der 6. bis 12. Rippe, sie ziehen zu einer zentralen Sehnenplatte. Die Anspannung der Zwerchfellmuskulatur führt dazu, dass das Z. nach unten tritt, dadurch den Raum im Brustkorb vergrößert und damit die Einatmung auslöst. Entspannt sich das Z., dann ziehen sich die Lungen aufgrund ihrer eigenen Elastizität wieder zusammen, es kommt zur Ausatmung.

Außer bei der Atmung tritt das Z. in Aktion beim Erbrechen, Husten, Weinen, beim Stuhlgang, Wasserlassen und bei der Geburt. Die Beteiligung des Z. beim Lachen ist in die Umgangssprache eingegangen, wenn man von „Zwerchfell erschütternden“ Witzen o.ä. spricht. Auch der Schluckauf wird durch das Z. ausgelöst.

Im Z. sind eine Reihe von Öffnungen, durch die Nerven, Adern und die Speiseröhre treten. Entlang dieser Öffnungen kann sich eine Hernie (ein Bruch) bilden mit der Folge, dass Organe des Bauchraums (meist der Magen) ganz oder teilweise im den Brustraum übertreten.

Die Lunge im Netz: Zwerchfellkrankheiten

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Zentralnervensystem (ZNS)

Zentralnervensystem (Abk.: ZNS), besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark , den bedeckenden Hirnhäuten (Meningen) und dem sie umspülenden klaren Gehirnwasser (Liquor cerebrospinalis).

Das ZNS besteht aus grauer Substanz mit den Kerngebieten der Nervenzellen und weißer Substanz mit den Leitungsbahnen. Alle vom ZNS ausgehenden Nerven gehören zum peripheren Nervensystem. Das ZNS ist allseits durch Knochen geschützt: Das Gehirn liegt im Gehirnschädel (Neurocranium), das Rückenmark im Rückenmarkskanal, der von aufeinander folgenden Wirbeln mit festen Bandverbindungen gebildet wird.

Kinderkrebsinfo.de : Aufbau und Funktion des ZNS

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Zellulose

Zellulose, ein aus vielen Tausend Glukosemolekülen aufgebautes Kohlenhydrat (Polysaccharid), Bestandteil aller pflanzlichen Zellwände, die am häufigsten vorkommende organisch-chemische Verbindung. Z. ist für den Menschen unverdaulich, stellt für ihn lediglich einen Ballaststoff dar. Pflanzenfressende Tiere wie Pferde oder Kühe können die Z. mithilfe von Mikroorganismen in ihrem Darmtrakt zu Glukose abbauen. Z. wird in der Industrie zu Papier und Fasern sowie einer Vielzahl anderer Produkte verarbeitet.

Zytologie online

Zellulose-wissen.de

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