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Archive for 20. September 2007

Zytoplasma

Zytoplasma, die gesamte Substanz, die bei menschl., tier. und pflanz. Zellen von einer Zellmembran umschlossen ist, aber außerhalb der Kernmembran liegt.

Im Z. liegen kleinere Granula (Bläschen) und die größeren Zellorganellen wie z. B. die Mitochondrien, das endoplamatische Retikulum und der Golgi-Apparat in eine Grundsubstanz eingebettet, die Zytosol genannt wird und neben 70 bis 95 % Wasser Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Salze und Spurenelemente enthält. Das Zytoskelett durchzieht das gesamte Z., es besteht aus Eiweißfasern und gibt der Zelle ihre Form.

Zytologie-online.net: Zytoplasma

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Zytokine

Zytokine, (von griech.: kytos – Höhle, Hülle, Zelle und Κινεῖν [kineis] – bewegen), eine Gruppe von Proteinen, die von Zellen gebildet und abgegeben werden und andere Zellen in ihrem Verhalten und ihren Eigenschaften ändern. Eine große Rolle spielen die Z. in der Steuerung des Immunsystems. Zu ihnen gehören die Interleukine, die Tumornekrosefaktoren, Lymphokinine, Chemokinine, Monokinine und Wachstumsfaktoren.

Entzündungsfördernde Z. locken Immunzellen an den Ort der Entzündung und aktivieren sie. Entzündungshemmende Z. sorgen dafür, dass nach Entfernung des Fremdkörpers oder Überwindung der Infektion die Entzündung wieder gestoppt wird, sie hemmen die Tätigkeit der zur Immunabwehr gehörenden Zellen.

TNF-alpha-Informationszentrum: Was sind Zytokine?

Rheuma-online.de: Zytokine

Uni Kiel, Susann Beetz: Zytokine und Chemokine (große PDF-Datei)

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Zwerchfell (Diaphragma)

diaphragma.jpgZwerchfell (von althochdeutsch zwerch – quer und fel – Haut, med.: Diaphragma), Muskel- und Sehnenplatte und der wichtigste Atemmuskel, der bei Säugetieren den Brustkorb vom Bauchraum trennt.

Die Muskeln des kuppelförmigen Z. entspringen an der Lendenwirbelsäule, am unteren Teil des Brustbeins und an der 6. bis 12. Rippe, sie ziehen zu einer zentralen Sehnenplatte. Die Anspannung der Zwerchfellmuskulatur führt dazu, dass das Z. nach unten tritt, dadurch den Raum im Brustkorb vergrößert und damit die Einatmung auslöst. Entspannt sich das Z., dann ziehen sich die Lungen aufgrund ihrer eigenen Elastizität wieder zusammen, es kommt zur Ausatmung.

Außer bei der Atmung tritt das Z. in Aktion beim Erbrechen, Husten, Weinen, beim Stuhlgang, Wasserlassen und bei der Geburt. Die Beteiligung des Z. beim Lachen ist in die Umgangssprache eingegangen, wenn man von „Zwerchfell erschütternden“ Witzen o.ä. spricht. Auch der Schluckauf wird durch das Z. ausgelöst.

Im Z. sind eine Reihe von Öffnungen, durch die Nerven, Adern und die Speiseröhre treten. Entlang dieser Öffnungen kann sich eine Hernie (ein Bruch) bilden mit der Folge, dass Organe des Bauchraums (meist der Magen) ganz oder teilweise im den Brustraum übertreten.

Die Lunge im Netz: Zwerchfellkrankheiten

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Zentralnervensystem (ZNS)

Zentralnervensystem (Abk.: ZNS), besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark , den bedeckenden Hirnhäuten (Meningen) und dem sie umspülenden klaren Gehirnwasser (Liquor cerebrospinalis).

Das ZNS besteht aus grauer Substanz mit den Kerngebieten der Nervenzellen und weißer Substanz mit den Leitungsbahnen. Alle vom ZNS ausgehenden Nerven gehören zum peripheren Nervensystem. Das ZNS ist allseits durch Knochen geschützt: Das Gehirn liegt im Gehirnschädel (Neurocranium), das Rückenmark im Rückenmarkskanal, der von aufeinander folgenden Wirbeln mit festen Bandverbindungen gebildet wird.

Kinderkrebsinfo.de : Aufbau und Funktion des ZNS

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Zellulose

Zellulose, ein aus vielen Tausend Glukosemolekülen aufgebautes Kohlenhydrat (Polysaccharid), Bestandteil aller pflanzlichen Zellwände, die am häufigsten vorkommende organisch-chemische Verbindung. Z. ist für den Menschen unverdaulich, stellt für ihn lediglich einen Ballaststoff dar. Pflanzenfressende Tiere wie Pferde oder Kühe können die Z. mithilfe von Mikroorganismen in ihrem Darmtrakt zu Glukose abbauen. Z. wird in der Industrie zu Papier und Fasern sowie einer Vielzahl anderer Produkte verarbeitet.

Zytologie online

Zellulose-wissen.de

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Zellkern

Zellkern (lat.: nucleus – Kern), eine Struktur in den meisten eukaryotischen Zellen, der die Gene der Zelle enthält und von einer doppellagigen Kernmembran umgeben ist. Innerhalb des Z. liegt der kleine Nucleolus (das Kernkörperchen), der eine wichtige Rolle in der Synthese der RNA und der Proteine spielt. Das Kernplasma ist die Flüssigkeit, in der alle Bestandteile des Z. eingebettet sind. Menschliche Z. sind i. d. R. 5 bis 10 µm groß und machen 10 % des Zellvolumens aus. Die meisten Zellen besitzen nur einen Z., Zellen mit zwei Z. finden sich z. B. gelegentlich in der Leber oder im Urothel der Harnblase. Skelettmuskelzellen entstehen durch das Zusammenwachsen vieler einzelner Zellen, sie können hunderte oder tausende Z. aufweisen. Die Erythrozyten der Säugetiere enthalten nie einen Z..

Zyologie-online.net: Zellkern

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Windpocken

Kleinkind mit WindpockenWindpocken (syn.: Varicellen), eine meist harmlos verlaufende Infektionskrankheit durch den Varicella-Zoster-Virus, die aber Schwangere und abwehrgeschwächte Menschen ernsthaft gefährdet.

Übertragung

Etwa 750.000 Menschen, überwiegend Kinder, erkranken jährlich in Deutschland, 25 bis 40 Erkrankte versterben.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen, die der Kranke durch das Atmen und Husten erzeugt (Tröpfcheninfektion). Infektionen erfolgen über mehrere Meter Abstand, W. werden „mit dem Wind“ weitergegeben. Aber auch durch den Kontakt mit den Bläschen des Windpockenausschlags ist eine Infektion möglich (Schmierinfektion). Fast alle Menschen, die noch keine W. hatten oder geimpft wurden, erkranken nach dem Kontakt mit Windpockenkranken. W. sind ansteckend schon 1 bis 2 Tage vor Ausbruch des Ausschlags und bis zu 7 Tage nach Auftreten des letzten Bläschens, also etwa so lange, bis die letzte Kruste abgefallen ist.

Krankheitsbild

Die Inkubationszeit variiert zwischen 8 und 28 Tagen, liegt am häufigsten zwischen 14 und 16 Tagen. Nach ein bis zwei Tagen allgemeiner Abgeschlagenheit entsteht unter Fieberanstieg ein juckender Hautausschlag mit Knötchen (Papeln), Bläschen, Blasen und Krusten. Der Ausschlag breitet sich vom Stamm und dem Gesicht über den ganzen Körper aus, befällt auch den behaarten Kopf und die Schleimhäute des Mundes und der Vagina.

W. dauern etwa 7 bis 10 Tage bei Kindern, bei Erwachsenen etwas länger. Die Blasen heilen ohne Narben ab, wenn nicht gekratzt oder die Blase mit Bakterien infiziert wird.

Komplikationen

Schwerer, manchmal auch tödlich verlaufen die W. bei Neugeborenen, bei Patienten mit einer Abwehrschwäche (z. B. AIDS-Kranke, Patienten während einer Chemotherapie wegen Krebs oder unter Kortisonbehandlung, Organtransplantierte) und bei Patienten mit Neurodermitis.

Die häufigste Komplikation ist die Infektion des Hautausschlags mit Bakterien (Superinfektion).Besonders Erwachsene und Schwangere (bis zu 20 %) können an einer Lungenentzündung durch W. (Varizellenpneumonie) erkranken.Selten, etwa einmal bei tausend Erkrankten, ist das Zentralnervensystem betroffen. Die Veränderungen wie Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Störungen des Gleichgewichts, bilden sich meistens wieder folgenlos zurück.

Erkrankt eine Schwangere in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft an W., dann kann das Neugeborene Fehlbildungen am Auge und am Skelett, Schädigungen am Gehirn und an der Haut (Narben, Geschwüre) aufweisen (fetales Varicellensysndrom).

W. der Mutter kurz vor oder nach der Geburt verursachen eine besonders schwere Verlaufsform der W. beim Neugeborenen mit einer Sterblichkeit von 30 %.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose W. kann leicht und sicher durch die Untersuchung des Hautausschlags erfolgen: Blasen und Bläschen, Papeln und Krusten entwickeln sich nicht gleichzeitig, sondern stehen in bunter Vielfalt nebeneinander (Sternenkarte). Nur bei schwerem untypischem Verlauf sind Laboruntersuchungen erforderlich.

W. werden mit juckreizstillenden Medikamenten lokal oder systemisch (Tabletten, Tropfen) behandelt. Bei immungeschwächten Patienten und bei Komplikationen der W. wird mit Aciclovir, einem Virustatikum , intravenös behandelt.

Schutzimpfung

Eine aktive Schutzimpfung steht zur Verfügung, sie wird seit August 2004 von der Ständigen Impfkommision (STIKO) in Deutschland öffentlich zur allgemeinen Anwendung im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Die Impfung kann aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Die Schutzimpfung gegen W. wird in den USA seit 1995 routinemäßig durchgeführt, sie hat zu einem deutlichen Rückgang schwerer Verläufe geführt.

Eine Zweiterkrankung nach W. ist die Gürtelrose (Herpes zoster).

Deutsches Grünes Kreuz

Kinderärzte im Netz

DermIS

Robert Koch-Institut

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