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Archive for 21. September 2007

Hantavirusinfektionen

Hantavirusinfektionen, weltweit verbreitete Infektionskrankheiten, die mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen einhergehen. Bei den in Europa und Asien vorkommenden Subtypen des Virus kann die Niere befallen sein und eine abnorme Blutungsneigung durch Mangel an Blutplättchen auftreten. Dieses sog. Hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) tritt in Deutschland meist nur relativ milde in der Form der sog. Nephropathia epidemica (NE) auf, weniger als ein Prozent der Erkrankten versterben. Bei den in Amerika vorkommenden Erkrankungen kommt es bisweilen zur Schädigung von Herz und Lunge (Hantavirus Cardiopulmonary Syndrome -HCPS- mit einer Sterblichkeit von 40 bis 50 %). Hantaviren werden von Mäusen und Ratten im Urin, Kot und Speichel ausgeschieden. Der Mensch infiziert sich, in dem er mit Viren verseuchten Staub einatmet, seltener durch Biss oder direkten Kontakt mit den Nagetieren bzw. indirekte Übertragung über Haustiere. Weltweit werden ca. 300.000 Infektionen pro Jahr vermutet, die Dunkelziffer ist vermutlich hoch. Von 2001 bis 2005 wurden in Deutschland 150 bis 450 Infektionen pro Jahr gemeldet. Im Jahr 2007 waren bis zur Jahresmitte schon mehr als 1000 Infektionen bekannt. Der steile Anstieg der Erkrankungszahl ist vermutlich eine Folge des milden Winters 2006 mit starker Vermehrung der Mäusepopulation.

Robert Koch-Institut zum Thema

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