Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 19. Juni 2008

Kaffeetrinken schadet vielleicht dem Schlaf, aber nicht der Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Esther Lopez-Garcia und Mitarbeiter von der Universität Madrid jetzt vorlegten.

Sie werteten dabei die Daten zweier großer amerikanischer Studien aus: Die Nurses‘ Health Study untersuchte 84.214 Krankenschwestern, die Health Professionals Follow-up Study 41.736 männliche Angehörige der Gesundheitsberufe. In der spanischen Studie wurden die Antworten zum Kaffeekonsum herangezogen, die die Teilnehmer in der Zeit von 1980 bis zum Jahre 2004 auf die Befragung im Zweijahresrhythmus angaben.

Die Höhe des Kaffeekonsums wurde in Beziehung gesetzt zur Sterblichkeit. Und siehe da: Die Sterblichkeit sank sogar mit der Höhe des Verbrauchs ab! In der Gruppe mit dem höchsten Konsum (6 Becher am Tag) fanden die Untersucher die geringste Sterblichkeit. Vor allem die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Leiden war geringer, während die Rate der tödlichen Krebserkrankungen denen der Kaffee-Verächter entsprach.

Die Unterschiede sind insgesamt gering. Sie reichen aber sicher dazu aus, allen unseren Patienten, die Kaffee vertragen, ihr Lieblingsgetränk auch zu gestatten, auch solchen mit hohem Blutdruck beispielsweise.

Menschen, die bisher noch nie Kaffee getrunken haben, sollten jetzt nicht unbedingt damit anfangen – diese Schlußfolgerung kann aus der Studie nicht gezogen werden. Es ist durchaus denkbar, dass eine dritte, unbekannte Variable im Spiel ist, die sowohl den Kaffeekonsum als auch das längere Überleben fördert.

Quellen

Annals of Internal Medicine, 17 June 2008 | Volume 148 Issue 12 | Pages 904-914, The Relationship of Coffee Consumption with Mortality, (Zusammenfassung auf Englisch)

Read Full Post »