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Archive for 29. November 2008

nacktscanIch habe bereits darüber berichtet: Nacktscanner an Flughäfen sind nicht ganz unbedenklich für die Gesundheit. Nun schien es so, als sei das Thema Nacktscan in Deutschland vom Tisch. Ende Oktober 2008 sagte eine Sprecherin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble: „Ich kann Ihnen in aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen.“

Heute finde ich auf SZ-Online eine Meldung, die dem zu widersprechen scheint. Demnach antwortete die Regierung auf eine Anfrage der FDP im Bundestag, dass neue Versuche mit Nacktscannern von der Bundespolizei geplant werden.

Schon Ende Oktober war der Rückzug des Bundesinnenministers alles andere als glaubhaft: Schließlich ist bekannt, dass diese Technologie von der Bundesregierung und der EU seit Jahren gefördert wird.

Strahlenexperte lehnt jede Form von Nacktscan ab

Edmund Lengfelder ist Professor für Strahlenbiologie an der Universität München. In einem Interview mit der Münchener Medizinischen Wochenschrift, einer renommierten deutschen medizinischen Fachzeitschrift, erläuterte er kürzlich seine Bedenken gegen jede Form von Nacktscannerei.

Röntgenstrahlen, die bei einer Bauart von Scannern eingesetzt werden, seien krebserzeugend und daher generell abzulehnen. Aber auch das zweite, konkurrierende Prinzip, die Abtastung mittels Terrahertzstrahlung, sei nicht unbedenklich.

„Diese Strahlen sind bisher nie angewendet worden, und kein Mensch weiß, was sie im Körper auslösen können. Die Aussage „wir sind von der Sicherheit überzeugt“ einer technischen Behörde oder eines selbsternannten Experten ist völlig irrelevant, solange es keine qualifizierten Untersuchungen gibt,“, erklärte Lengfelder.

Quellen

Süddeutsche Zeitung online vom 29.11.08: Nacktscanner – Bundespolizei plant neuen Laborversuch

Münchener Medizinische Wochenschrift vom 20.11.08: Personenkontrolle am Flughafen: Wie riskant ist der Nackt-Scan?

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