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Archive for 17. März 2009

GichtDas Ergebnis einer sehr gründlichen Untersuchung über den Zusammenhang von Vitamin-C-Konsum und Gicht veröffentlichte jetzt eine kanadisch-amerikanische Forschergruppe in einer angesehenen amerikanischen Fachzeitschrift.

Die Autoren untersuchten mehr als 46.000 Männer, die meist in Gesundheitsberufen arbeiteten, über den langen Zeitraum von 20 Jahren. Sie fanden dabei heraus, dass die Einnahme von Vitamin C – egal ob aus natürlichen Quellen oder als Tablette oder Pulver – wirkungsvoll vor dem schmerzhaften Gichtanfall schützen kann.

Dabei bestand ein klarer Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Dosis und der Schutzwirkung: Alles unter 500 mg war wirkungslos, wer aber mehr als 1500 mg Vitamin C täglich schluckte, der reduzierte sein Risiko um beachtliche 45 %. (Bis zu 2000 mg, also 2 g Vitamin C scheinen nach heutigen Erkenntnissen auch langfristig unschädlich zu sein.)

Üblicherweise verschreibt der Arzt Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten, die ein starkes Risiko für einen Gichtanfall haben, Allopurinol.

Allopurinol ist im allgemeinen gut verträglich, es kann aber in seltenen Fällen zu Magen-Darm-Beschwerden und zu Blutbildveränderungen führen. Gefürchtet ist das sehr seltene, aber lebensbedrohliche Lyell-Syndrom, bei dem sich die Haut am ganzen Körper ablöst, als sei sie verbrüht.

Vielleicht stellt Vitamin C in Zukunft die besser verträgliche Alternative zum Allopurinol dar? Dies müssten direkte Vergleichsstudien in Zukunft erweisen, aber reichlich Vitamin C kann Gicht – gefährdeten Patienten schon heute empfohlen werden.

Quelle

Arcives of Internal Medicine: Vol. 169 No. 5, March 9, 2009, Vitamin C Intake and the Risk of Gout in Men

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