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An der sogenanten Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, sollen drei bis fünf Prozent aller Kinder erkrankt sein. Auch Erwachsene leiden darunter. Eine erstaunliche Vielfalt und Fülle an Informationen hat das zentrale ADHS-Netzwerk auf seiner Homepage zusammengetragen.

Hier gibt es Links, Neuigkeiten und Hintergrundinformationen für Betroffene, für Lehrer und Erzieher und für Fachkreise. Für jeden, der mit ADHS zu tun hat, ist der Besuch dieser Seite ein Muss!

Quelle

zentrales adhs-netzwerk

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hoffmannheinrichportraitHeinrich Hoffmann war ein deutscher Arzt und Autor eines der bekanntesten Bilderbücher der Welt, dem Struwwelpeter. Hoffmann wurde vor rund 200 Jahren, am 18. Juni 1809 in Frankfurt am Main geboren. Hoffmanns Mutter starb wenige Monate nach der Geburt. Hoffmanns Vater, von Beruf Architekt und zuständig für die Straßen und Wasserwege Frankfurts, heiratete die Schwester seiner ersten Frau, die dem jungen Heinrich eine liebevolle Stiefmutter wurde.

Praktischer Arzt

Nach dem Studium der Medizin in Heidelberg und Halle lässt sich Hoffmann 1835 als praktischer Arzt in Frankfurt-Sachsenhausen nieder. Nebenher arbeitet er in der Armenklinik, in der mittellose Patienten kostenlos behandelt werden. Ab 1844 unterrichtet er zusätzlich Anatomie am Senckenbergischen Institut.

1840 heiratet Hoffmann die Kaufmannstochter Therese Donner; aus der Ehe gehen drei Kinder hervor: Carl Phillip wird 1841 geboren, es folgt Antonie Caroline 1844 und 1848 Eduard.

Der Struwwelpeter – ein Weihnachtsgeschenk

Den Struwwelpeter zeichnet und dichtet der praktische Arzt zu Weihnachten 1844 als Weihnachtsgeschenk für den dreijährigen Sohn Carl Phillip. (Die Bilderbücher, die es zu kaufen gab, fand der Vater zu langweilig.)

1848 wird er zum Abgeordneten im Vorparlament, das die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche vorbereitete.

Hoffmann setzt sich für psychisch Kranke ein

1851 übernimmt Hoffmann die Leitung der Frankfurter Anstalt für Irre und Epileptische.

Er setzt sich für den Neubau der Klinik ein, die den Insassen ein menschenwürdiges Leben garantiert. Ein Leben ohne Gitter vor dem Fenster und den Versuch einer Therapie und nicht nur die damals übliche, meist menschenverachtende Verwahrung der psychisch Kranken.

Der umtriebige Doktor sammelt bei den Reichen der Stadt und erreicht schließlich sein Ziel: 1864 wird die neue Klinik eingeweiht, auf der damals vor den Toren der Stadt gelegenen Hammelswiese am Affensteiner Weg. Die Klinik zählt zu den modernsten Europas.

War Hoffmann selbst der Zappelphillipp ?

zappelphillip1Bei der Betrachtung des Lebens Heinrich Hoffmanns wird man einen Gedanken nicht los: Litt der Autor des Zappelphillipps selbst an der Krankheit, die er hier im Kinderbuch so treffend beschreibt?

Vieles spricht dafür. Sein Vater setzte ein Schriftstück auf, das Hoffmann bis an sein Lebensende aufhob. Darin schreibt der Vater über seinen Sohn:

„Da der Heinrich … in ungeregelter Tätigkeit und leichtsinniger Vergeßlichkeit fortlebt, überhaupt nicht im Stande ist, seine Betriebsamkeit nach eigenem freien Willen auf eine vernünftige und zweckmäßige Weise zu regeln, und im Verfolg dieser Regellosigkeit, die Schande für seine Eltern, der größte Nachteil für ihn selbst zu gewärtigen ist, so will ich ihn hiermit nochmals die Pflicht ans Herz legen … zum geregelten Fleiß, zur vernünftigen Einteilung seiner Zeit zurückzukehren … In der Besorgnis, daß auch diese Ermahnung nichts helfen wird, und in dem festen Willen, wenigstens die bevorstehende letzte Ferienwoche nicht in tagdiebischem Schlendrian zugebracht zu sehen, befehle ich folgende Einteilung der Zeit:…“ (Es folgt der Zeitplan.)

Und es gibt noch viele andere Hinweise, die die Vermutung rechtfertigen, dass Hoffmann in seiner Kindheit und als Erwachsener von ADHS betroffen war. Offensichtlich hat er und seine Umwelt aber nicht so sehr darunter gelitten, wie manch anderer. Im Gegenteil: Hoffmann war umtriebig, unruhig und vielleicht gerade deswegen ein Gewinn für seine Mitmenschen, die Kinderbuchliteratur und die Medizin.

Sechs Jahre nach seiner Pensionierung als Irrenarzt 1888 stirbt Hoffmann am 20 September 1894.

Quellen

Hyperaktiv.de: Der Psychiater Heinrich Hoffmann, Autor des „Struwwelpeter“ – selbst ein Betroffener?

frankfurt-nordend.de: DAS »IRRENSCHLOSS«

Frankfurt-Interaktiv.de: Heinrich Hoffmann – Ein Portrait

Hoffmann-sommer.de

Der Struwwelpeter im Projekt Gutenberg

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