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GichtDas Ergebnis einer sehr gründlichen Untersuchung über den Zusammenhang von Vitamin-C-Konsum und Gicht veröffentlichte jetzt eine kanadisch-amerikanische Forschergruppe in einer angesehenen amerikanischen Fachzeitschrift.

Die Autoren untersuchten mehr als 46.000 Männer, die meist in Gesundheitsberufen arbeiteten, über den langen Zeitraum von 20 Jahren. Sie fanden dabei heraus, dass die Einnahme von Vitamin C – egal ob aus natürlichen Quellen oder als Tablette oder Pulver – wirkungsvoll vor dem schmerzhaften Gichtanfall schützen kann.

Dabei bestand ein klarer Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Dosis und der Schutzwirkung: Alles unter 500 mg war wirkungslos, wer aber mehr als 1500 mg Vitamin C täglich schluckte, der reduzierte sein Risiko um beachtliche 45 %. (Bis zu 2000 mg, also 2 g Vitamin C scheinen nach heutigen Erkenntnissen auch langfristig unschädlich zu sein.)

Üblicherweise verschreibt der Arzt Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten, die ein starkes Risiko für einen Gichtanfall haben, Allopurinol.

Allopurinol ist im allgemeinen gut verträglich, es kann aber in seltenen Fällen zu Magen-Darm-Beschwerden und zu Blutbildveränderungen führen. Gefürchtet ist das sehr seltene, aber lebensbedrohliche Lyell-Syndrom, bei dem sich die Haut am ganzen Körper ablöst, als sei sie verbrüht.

Vielleicht stellt Vitamin C in Zukunft die besser verträgliche Alternative zum Allopurinol dar? Dies müssten direkte Vergleichsstudien in Zukunft erweisen, aber reichlich Vitamin C kann Gicht – gefährdeten Patienten schon heute empfohlen werden.

Quelle

Arcives of Internal Medicine: Vol. 169 No. 5, March 9, 2009, Vitamin C Intake and the Risk of Gout in Men

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Schon seit längerem ist bekannt, dass süße Limonaden eine Menge Fruchtzucker enthalten. Bekannt ist auch, dass Fruchtzucker die Konzentration von Harnsäure im Blut ansteigen lässt. Noch nicht untersucht wurde bisher die Frage, ob Limonade auch wirklich die Gicht fördert.

Wir empfehlen unseren Patienten mit erhöhten Harnsäurewerten heute in der Regel eine purin- und alkoholarme Diät. So sollten z.B. Hülsenfrüchte und Fleisch – besonders Niere, Leber und andere Innereien – gemieden oder zumindest reduziert werden. Über süße Limonaden haben wir nicht gesprochen.

Müssen wir aber ab sofort. Den Grund liefert eine Untersuchung von Hyon K Choi vom Arthritis Research Centre of Canada in Vancouver und Gary Curhan von der Harvard Medical School in Boston, USA. Ihre Untersuchung wurde am 31. Januar 2008 von der angesehenen englischen medizinischen Fachzeitschrift British Medical Journal veröffentlicht.

Die Forscher analysierten die Daten von 46 393 Männern aus der seit 1986 laufenden health professionals follow-up study ohne Gicht in der Vorgeschichte und beobachteten, wie oft diese in einem Zeitraum von 12 Jahren einen Gichtanfall entwickelten. Sie setzten dies in Verbindung mit dem durchschnittlichen Konsum von mit Zucker gesüßter Limonade. Sie kamen dabei zu dem Ergebnis, dass ein Glas Softdrink am Tag das Risiko für Gicht um 45 % erhöht, bei zwei und mehr Gläsern um mehr als 85 %!.

Diätlimonaden, also mit Süßstoff gesüßte Softdrinks, erhöhen das Risiko nicht.

Die Studie mit dem Titel: Soft drinks, fructose consumption, and the risk of gout in men: prospective cohort study im Britisch Medical Journal online, englisch

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