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Posts Tagged ‘Hausarzt’

schreibtisch_09022007_002_116636_by_claudia-hautumm_pixeliodeDie internationale Wirtschaftsberatungsagentur Ernst & Young veröffentlichte in diesen Tagen eine Studie zur Patientenzufriedenheit in Deutschland.

Die ganze Studie kann auf der Internetseite von Ernst und Young heruntergeladen werden.

Interessant an den Ergebnissen der Studie: Die befragten Deutschen vertrauen in medizinischen Dingen am ehesten ihrem Hausarzt, mehr als dem niedergelassenen Facharzt und mehr als der Uniklinik. Auch in der Behandlung bekommen die Hausärzte durchweg gute Noten: Mehr als 90 % bewerteten die Behandlung beim Hausarzt als positiv, mehr als bei jeder anderen Einrichtung im Gesundheitssystem.

41 % sehen Verschlechterung im letzten Jahr

Obwohl 85 % der Befragten sich insgesamt zufrieden mit der gesundheitlichen Versorgung zeigten, bemerkten doch 41 % eine Verschlechterung im letzten Jahr, nur 14 % gaben eine Verbesserung an, der Rest sah keine Veränderung.

Übrigens unterscheidet sich die Zufriedenheit auf dem Land und in der Stadt kaum, auch bei den Bundesländern sind die Unterschiede minimal: Am zufriedensten sind die Patienten im Norden und Westen der Republik.

Quellen

Pressebericht und Link zum Download der Studie „Gesundheitsbarometer 2009“

Bild: ©Claudia35 auf pixelio.de

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Der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) hat für den morgigen Mittwoch 7000 Allgemeinmediziner nach Nürnberg eingeladen.

Der Hausärzteverband ruft seine Mitglieder zum Systemausstieg auf. Die Abschaffung der Hausarztes sei von der Politik und den Krankenkassen bereits beschlossen. An die Stelle des vertrauten Arztes, der seine Patienten kennt und den seine Patienten kennen, trete der „Casemanager“ oder ein ständig wechselnder Angestellter eines Medizinischen Versorgungszentrums.

Die Gängelung durch die wachsende Bürokratie sei mittlerweile unerträglich, die Bezahlung miserabel. Hausarztpraxen seien unverkäuflich, der Nachwuchs durch die schlechten Arbeitsbedingungen abgeschreckt.

Der Ausstieg soll nach dem sog. Korbmodell ablaufen: Wenn 70 % der Mitglieder des BHÄV ihre Bereitschaft zum Zulassungsverzicht gegenüber einem Rechtsanwalt erlären, dann tritt der kollektive Austritt aus dem Kassenärztlichen System zum 1. Juli in Kraft.

Die Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) wollen allerlei juristische Daumenschrauben anlegen. Der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Wolfgang Hoppenthaler, ist sich aber sicher, dass die Krankenkassen nach einem Hausärzteboykott sehr schnell in Verhandlungen eintreten werden – auf  „Augenhöhe“ und nicht von oben herab wie bisher.  Noch seien die Hausärzte unverzichtbar für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung, sagte Hoppenthaler.

Der Vorsitzende der AOK Bayerns, Helmut Platzer, sieht die Sache gelassen: Wenn die Hausärzte das Kassensystem verliessen, dann erhielten sie eben einfach kein Geld mehr. Und außerdem praktizierten in Bayern ohnehin zuviele Ärzte, die darüber hinaus 20 % mehr als ihre Kollegen in anderen Bundesländern verdienten, verkündete Platzer.

Bayerischer Hausärzteverband: Dr. Hoppenthaler spricht über die Situation der Hausärzte (Video)

Einladung des BHÄV an seine Mitglieder zur Versammlung in Nürnberg am 30.01.2008

Kankenkassen.de: Bayerns Hausärzte proben den Aufstand

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