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Posts Tagged ‘Kaffee und Gesundheit’

Kaffee kann den Schlaf stören und Fehlgeburten begünstigen. Aber ansonsten scheint dieses Getränk gar nicht so ungesund zu sein, wie früher oft behauptet wurde. Kaffetrinker leben länger, das ist schon seit einiger Zeit bekannt. Und nun stellt sich heraus, dass starke Kaffeetrinkerinnen seltener an einer Depression erkranken als schwache oder Kaffee – Abstinenzlerinnen.

Espresso © Gordito1869 (Lizenz siehe unten)

Der Unterschied ist nicht riesig, aber er ist deutlich: Die Frauen, die vier oder mehr Tassen (nach eigener Auskunft) tranken, hatten ein um 20 % geringeres Risiko in 10 Jahren an einer Depression zu erkranken als diejenigen, die eine Tasse oder weniger tranken. Die Studie erschien gestern in der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine, 50739 Krankenschwestern wurden zwischen 1996 und 2006 untersucht, in dieser Zeit traten 2607 ärztlich diagnostizierte Depressionen auf.

Als Resultat dieser Studie kann man zur Zeit noch nicht jeder oder jedem empfehlen, Kaffee zu trinken, auch wenn es ihr oder ihm nicht schmeckt. Aber: Diejenigen, die heute schon diesem köstlichen Getränk verfallen sind – wie der Autor dieser Zeilen -, die dürfen dies auch weiterhin tun und jetzt sogar behaupten, es tue ihrer Gesundheit gut.

Quellen

Archives of Internal Medicine: Cofee, Caffeine and Depression among Women,Arch Intern Med. 2011;171(17):1571-1578. doi:10.1001/archinternmed.2011.393

Lizenz des Fotos auf der Seite der deutschen Wikipedia

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Kaffeetrinken schadet vielleicht dem Schlaf, aber nicht der Gesundheit. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Esther Lopez-Garcia und Mitarbeiter von der Universität Madrid jetzt vorlegten.

Sie werteten dabei die Daten zweier großer amerikanischer Studien aus: Die Nurses‘ Health Study untersuchte 84.214 Krankenschwestern, die Health Professionals Follow-up Study 41.736 männliche Angehörige der Gesundheitsberufe. In der spanischen Studie wurden die Antworten zum Kaffeekonsum herangezogen, die die Teilnehmer in der Zeit von 1980 bis zum Jahre 2004 auf die Befragung im Zweijahresrhythmus angaben.

Die Höhe des Kaffeekonsums wurde in Beziehung gesetzt zur Sterblichkeit. Und siehe da: Die Sterblichkeit sank sogar mit der Höhe des Verbrauchs ab! In der Gruppe mit dem höchsten Konsum (6 Becher am Tag) fanden die Untersucher die geringste Sterblichkeit. Vor allem die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Leiden war geringer, während die Rate der tödlichen Krebserkrankungen denen der Kaffee-Verächter entsprach.

Die Unterschiede sind insgesamt gering. Sie reichen aber sicher dazu aus, allen unseren Patienten, die Kaffee vertragen, ihr Lieblingsgetränk auch zu gestatten, auch solchen mit hohem Blutdruck beispielsweise.

Menschen, die bisher noch nie Kaffee getrunken haben, sollten jetzt nicht unbedingt damit anfangen – diese Schlußfolgerung kann aus der Studie nicht gezogen werden. Es ist durchaus denkbar, dass eine dritte, unbekannte Variable im Spiel ist, die sowohl den Kaffeekonsum als auch das längere Überleben fördert.

Quellen

Annals of Internal Medicine, 17 June 2008 | Volume 148 Issue 12 | Pages 904-914, The Relationship of Coffee Consumption with Mortality, (Zusammenfassung auf Englisch)

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