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Die Candidose, (auch: Candida-Mykose, Soormykose) ist eine Infektionskrankheit, die durch Sprosspilze (Hefepilze) der Gattung Candida hervorgerufen wird.

Die Haut und Schleimhäute gesunder Menschen sind in über 80 % der Fälle mit Candida – Arten besiedelt, ohne irgendeine Krankheit auszulösen.

Zu manifesten Infektionen kommt es meist erst bei einer Schwächung der Immunabwehr oder besonders günstigen Wachstumsbedingungen (Feuchtigkeit) für den Pilz. Die Abwehr wird geschwächt durch Zytostatika und Diabetes mellitus, günstige Wachstumsbedingungen schafft eine Antibiotikatherapie durch Vernichtung der Bakterien als Konkurrenten. Sehr häufig ist die Infektion der Mundhöhle (Soor) beim Neugeborenen. Die Infektion innerer Organe wie Lunge, Herz, Niere oder Gehirnhäute ist eine Komplikation von AIDS und der medikamentösen Immunsupression z. B. nach Organtransplantation oder bei der Krebstherapie.

Die Diagnose ergibt sich aus dem typischen Hautbefund mit randständigen Papeln und Pusteln bzw. weißlichen, nicht abwischbaren Belägen auf der Zunge. Ggf. kann der Pilz im Abstrich nachgewiesen werden.

Die Therapie erfolgt mit pilzwirksamen Mitteln (Antimykotika) lokal, bei Organbefall auch intern.

Infektionsnetz.at: “Mykosen“, (darunter auch die Candida-Mykosen)

Robert Koch-Institut Berlin: “Pathogenetische Bedeutung der intestinalen Candidabesiedlung

Medizinische Universität Wien – AKH Konsilium: Candida Mykosen

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Die Arthrose ist eine verschleißbedingte Gelenkerkrankung mit Schädigung, später Verlust des Gelenkknorpels und daraus resultierenden Schmerzen und Versteifungen.

Ursachen und Bedeutung

Die A. ist die häufigste Gelenkerkrankung, sie betrifft fast 80 % aller 70-jährigen. Überlastungen, Verletzungen, Fehlstellungen und angeborene Gelenkmissbildungen sind neben einer genetischen Komponente die häufigsten Ursachen. Die genetische Komponente steht ganz im Vordergrund bei der Arthose der Fingermittel- und Endgelenke, auch Bouchard- und Heberdenarthrose genannt. Die angeborene Hüftdysplasie ist eine der häufigsten Gelenkfehlbildungen mit der Ausbildung einer A. schon im jungen Erwachsenenalter. Bei Hüft- und Kniegelenksarthrosen ist neben Verletzungen und körperlich anstrengender Arbeit auch das Übergewicht als Risikofaktor bedeutsam.

Symptome und Diagnose

Typisch für den Schmerz bei der A. sind der Anlauf- und der Belastungsschmerz. Tritt ein Schmerz auch in Ruhe auf, womöglich in Verbindung mit einer Schwellung und Überwärmung, dann wurde das Gelenk meist akut überlastet. Die resultierende Gelenkentzündung (Arthritis) wird auch aktivierte Arthrose genannt. Im weiteren Verlauf der A. tritt eine zunehmende Versteifung des Gelenks ein, das Gelenk wirkt äußerlich aufgetrieben und durch Knochenauswüchse verformt, bei Bewegungen ist ein Gelenkreiben zu spüren oder auch zu hören. Das Röntgenbild zeigt eine Verschmälerung des Gelenkspalts infolge des fehlenden Knorpelgewebes, eine Verdichtung und auch zystische Aufhellungen (Geröllzysten) des Knochens, der an den Gelenkspalt grenzt sowie knöcherne Auswüchse an den Gelenkflächen (sog. Osteophyten).

Therapie

Krankengymnastik fördert den Muskelaufbau, dadurch wird das erkrankte Gelenk stabilisiert und entlastet, die Beweglichkeit bleibt solange wie möglich erhalten. Kälteanwendungen sind vor allem bei der aktivierten Arthrose hilfreich, sonst wird oft Wärme zur Schmerzlinderung angewendet. Schmerzmittel und die sog. Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), die neben der Schmerzlinderung auch die Entzündung dämpfen, kommen bei Bedarf zum Einsatz. Vor allem bei schweren Fällen der Knie- und Hüftgelenksarthrose kann durch einen teilweisen oder vollständigen operativen Gelenkersatz (Totalendoprothese) die Beweglichkeit wieder hergestellt und Schmerzen effektiv beseitigt werden.

Rheuma online: Arthrose

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